Bislang ist der Emissionshandel überwiegend auf Industrieanlagen mit einer Leistung >20 Megawatt beschränkt (Cap & Trade). Die europäische Emissionshandelsrichtline sieht jedoch auch sog. "Flexible Mechanismen", also Ausgleichprojekte vor. Damit auch Privathaushalte vom Emissionshandel profitieren können, machen sich Hessens Schornsteinfeger für die Zertifizierung von Emissionsminderungen durch energetische Gebäudesanierungen stark.

Im Modellprojekt EmSAG wurde das Potential eines Emissionshandels durch energetische Gebäudesanierungsmaßnahmen erfolgreich untersucht. Das Anschlussprojekt EmSAG 2.0 geht mit dem Genehmigungsverfahren den nötigen Schritt für eine Praxisumsetzung.

Prinzip
Der CO2-Ausstoß von Bestandsgebäuden wird bedarfsbasiert ermittelt, das Haus danach energetisch modernisiert und im Anschluss die CO2-Emissionen erneut berechnet. Die Differenz ist die jährliche CO2-Minderung.

Potential
Durch Haushalte/Kleinverbraucher wurden 2009 in Deutschland 146 Mio. Tonnen CO2 emittiert (Verkehr 144 Mio. t). Bei einer Gesamtemissionsmenge von 789 Mio. Tonnen entspricht dies 18,5 %.

Pooling
CO2 lässt sich sinnvoll erst ab einer Menge von 50.000 Tonnen handeln. Um diese Menge durch Haushalte zu erreichen, schafft EmSAG einen Pool, in dem die Einsparungen der einzelnen Gebäuden gebündelt werden.

Auswertung Modellprojekt 2008
Die Energiebilanzrechnungen im Endbericht des LIV zeigen das Potential der CO2-Einsparungen. Der Bericht der wissenschaftlichen Begleitung durch das Bremer Energie Institutes beinhaltet die Auswertung der Teilnehmerbefragung.

Genehmigungsverfahren 2010 -
Im Rahmen des 2010 initiierten Genehmigungsverfahren wurde die Projektskizze, die Project Idea Note (PIN) von der Deutschen Emissionshandesstelle im November 2010 befürwortet.


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