Durch Haushalte/Kleinverbraucher wurden 2009 in Deutschland 146 Mio. Tonnen CO2 emittiert (Verkehr 144 Mio. t). Bei einer Gesamtemissionsmenge von 789 Mio. Tonnen entspricht dies 18,5 %.

Theoretisch könnte durch eine Umstellung sämlicher Wärmeerzeuger in Gebäuden auf regenerative Energien wie Scheitholz, Pellets oder Biogas die endenergetische CO2-Bilanz vollständig klimaneutral gestaltet werden. Da aber auch nachwachsende Energieträger nur begrenzt zu vertretbaren Preisen zur Verfügung stehen, haben auch fossile Energieträger wie Öl oder Gas nach wie vor ihre Berechtigung. Vorausgesetzt die Anlagen entsprechen dem Stand der Technik, arbeiten entsprechend effizient und der Wärmebedarf des Gebäudes ist auf ein Minimum reduziert. Das Modellprojekt EmSAG hat gezeigt, wie Hausbesitzer durch die energetische Sanierung ihrer Häuser den Ausstoß von klimaschädlichem Kohlendioxid um mehr als die Hälfte reduzieren können. Dieses Ergebnis zeigt das enorme Einsparspotential im Gebäudebereich. Selbst eine Reduktion auf weniger als ein Drittel der derzeitigen Emissionen ist technisch machbar und volkswirtschaftlich sinnvoll.
Nicht berücksichtigt ist das ebenfalls enorme Stromsparpotential im Gebäudebereich. Technisch veraltete Umwälzpumpen der Heizungsanlage gehören wie Glühbirnen, Kühlschränke, Elektroherde, Wäschetrockner zu den größten Stromverbrauchern. Die Leistungsaufnahme einer ungeregelten Umwälzpumpe liegt bei 40-100 Watt, die einer Hocheffizienzpumpe bei nur 5 Watt. So erreicht man bei einem Pumpenwechsel eine Einparung von bis zu 80%, die Investition von ca. 200,- € inkl. Einbau amotisiert sich meist innerhalb des ersten Jahres. Allerdings kann diese CO2-Minderung nicht für das EmSAG-Proket angerechnet werden, da CO2-Emissionen aus dem Stromsektor bereits dem verpflichtenden Emissionshandel (Cap & Trade) unterliegen. Gleiches gilt für die Stromerzeugung durch Fotovoltaik.


Durch energetische Modernisierung kann der CO2-Austoß im Gebäudebestand problemlos mehr als halbiert werden.


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